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Flexibles Fliegen

Flexibles Fliegen (Foto)
Flexibles Fliegen (Grafik)

Als Teil des Flugzeugflügels sorgt der Schlitten dafür, dass bei Start und Landung die Landeklappen optimal auf die jeweilige Flugsituation eingestellt werden können. Durch das Aus- und Einfahren der Landeklappen ändert sich das Profil des Flügels und verschafft dem Flugzeug bei Start und Landung den nötigen Auftrieb. Auch bei ungünstigen Wetterbedingungen und anspruchsvollen Landebahnen (z. B. in der Hochebene) ist so für die bestmögliche Position der Landeklappen und damit auch für eine verbesserte Flugzeugaerodynamik gesorgt.

Flexibilität sichert Profitabilität und langfristigen Unternehmenserfolg

Turbulenzen gehören zum Fliegen. Und sie sind fester Bestandteil der Airline-Branche. Trotz dieser immer wiederkehrenden Schwankungen bleibt der Luftverkehr eine Wachstumsindustrie. Wir möchten an diesem Wachstum überproportional teilhaben, haben aus den vergangenen Turbulenzen gelernt und unsere Flexibilität deutlich erhöht. Denn um als Gewinner aus den dynamischen Marktentwicklungen herauszugehen, ist es für die Sicherung der Profitabilität und den langfristigen Unternehmenserfolg entscheidend, möglichst effektiv auf niedrigere, aber auch höhere Nachfrage reagieren zu können. Dies gilt zugleich für das Kapazitätswachstum und die Kostenbasis.

Im Zentrum der flexiblen Kapazitätsplanung stehen dabei unsere Flugzeuge. Dank unserer weitgehend unbelasteten Flugzeugflotte haben wir uns eine äußerst hohe Flexibilität erarbeitet, die über das übliche Kapazitätsmanagement weit hinausgeht. Rund 70 Prozent der Konzernflotte befinden sich in unserem Eigentum und unterliegen keinen Kosten oder Auflagen durch Leasingverträge oder Besicherungen. Angesichts unserer konservativen Abschreibungspolitik ist ein bedeutender Teil bereits abgeschrieben. Mit dieser Flotte erhalten wir die größtmögliche Flexibilität, durch die Verlagerung von Roll-over-Zeitpunkten das Kapazitätswachstum in kurzer Zeit an die herrschenden Marktbedingungen anpassen zu können. Flugzeugauslieferungen erhöhen somit in schwierigen Zeiten zwar die Kosteneffizienz, nicht aber automatisch die Kapazitäten. So kann das Angebot durch Vorziehen von Routine-Checks oder ein Ausphasen eines Flugzeuges vor dem geplanten Termin innerhalb kürzester Zeit deutlich reduziert werden. Wir sind aber auch in der Lage, das Wachstum ebenso kurzfristig wieder zu erhöhen, indem die Ausmusterung von Flugzeugen nach hinten verschoben wird. Diese Flexibilität ist die Grundlage der nachfrageorientierten Angebotsstrategie von Lufthansa.

Die Kostenbasis des Konzerns erfordert eine ähnliche Flexibilität. In allen Geschäftsfeldern haben wir den Anteil der Fixkosten in den letzten Jahren deutlich reduziert. Alle fünf Segmente sind heute wesentlich besser in der Lage, ihre externen und Personalkosten an die Nachfrage anzupassen. Innovative Arbeitszeitmodelle beinhalten zum Beispiel Abrufleistungen über eine fest kontrahierte Stundenzahl hinaus oder langfristige Arbeitszeitkonten, mit denen die Arbeitszeiten an Auslastungsspitzen oder Zeiten geringerer Auslastung angepasst werden können, ohne Zusatz- oder Leerkosten zu verursachen. Darüber hinaus verfügen alle Geschäftsfelder in ihren Tarifverträgen über Krisenklauseln, die über vordefinierte Kriterien kurzfristige Reaktionsmöglichkeiten bieten und somit das Risiko drastischerer Maßnahmen reduzieren.

Weitere Informationen finden Sie in den Erläuterungen zu den Geschäftsfeldern.